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Studien im Vergleich: Welche Eigenschaften Arbeitgeber attraktiv machen

  • Autor:  Charline Moré

Employer Branding now Blog Studien im Vergleich Arbeitgeberattraktivitat

Unternehmen fragen sich zunehmend, ob es klare Faktoren für die Arbeitgeberattraktivität gibt, um effizient Bewerber anzusprechen. Ob diese existieren, zeigt der Vergleich verschiedener Studien: Der „Ergebnisbericht Most Wanted – die Arbeitgeberstudie 2014" von McKinsey, die Studie „Attraktive Arbeitgeber 2015" von Hans-Thilo Sommer als auch die Employer Branding-Studie zum „Randstad Award 2016".

Die Erhebungen ermitteln die wichtigsten Eigenschaften, die die Attraktivität eines Arbeitgebers ausmachen.

Die drei Studien unterscheiden sich in Bezug auf das Alter der Befragten sowie der Auswertungskriterien. Basierend auf der größten Employer Branding-Studie der Welt zeichnen die Randstad Awards jährlich die attraktivsten Unternehmen aus. In diesem Jahr nahmen über 7.100 Arbeitnehmer und Arbeitssuchende zwischen 18 und 65 Jahren an dieser Umfrage teil. Wohingegen sich die Studien „Attraktive Arbeitgeber 2015" sowie die Umfrage von e-fellows und McKinsey & Company gezielt an Studenten, Absolventen und Young Professionals richteten. Alle Studien arbeiten die wichtigsten Erfolgsfaktoren aus der Sicht der Arbeitnehmer heraus.

Was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus?

Schon 2008 zeigte eine Studie von Hewitt die heute anerkannten Faktoren für attraktive Arbeitgeber auf. Zentral geht hervor, dass ein engagiertes Top-Management wichtig ist, um zu einer stimmigen Vertrauensbasis zwischen Mitarbeitern und Management beizutragen. Das Management tritt dem Personal mit einer gewissen Transparenz und Ehrlichkeit entgegen, indem diese öffentlich über Visionen, Zielsetzungen und Strategien sprechen.

Des Weiteren ist eine unverwechselbare Unternehmenskultur, in der ein kommunikatives Arbeitsumfeld geschaffen wird, relevant. Ein attraktiver Arbeitgeber nimmt Vorschläge und Feedbacks von Mitarbeitern entgegen und zieht diese in den Entscheidungsprozess mit ein. Dabei passt der Führungsstil zu den unternehmensstrategischen Anforderungen und den Bedürfnissen der Mitarbeiter.

Ein gesundes Zusammenspiel von Personalprogrammen und Unternehmensstrategien steht für die Attraktivität eines Unternehmens. Ein attraktiver Arbeitgeber vermittelt seinen Mitarbeitern die Unternehmensziele verständlich und transparent.

Bei der Wahl des Arbeitgebers ist den Mitarbeiter ein gezieltes Talentmanagement relevant. Top-Arbeitgeber ermöglichen den Mitarbeitern ein eigenverantwortliches Handeln und erkennen herausragende Leistungen.

Diese fünf Erfolgsfaktoren sind für den Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke von großer Relevanz. Sowohl im Personalmarketing als auch im Management sollten diese Faktoren gezielt angestrebt werden. Ob diese Faktoren heute noch für die Attraktivität eines Unternehmens stehen, beleuchten die Studien aus den vergangenen zwei Jahren.

Ergebnisbericht Most Wanted – die Arbeitgeberstudie 2014

Die Arbeitgeberstudie „Most Wanted" von e-fellows.net und McKinsey & Company zeigt, dass der Erfolg eines Unternehmens für Toptalente der entscheidende Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers ist. Dieser Aspekt ist damit wichtiger als Standort, Gehalt und Work-Life-Balance. Dabei gewichten Frauen und Männer die unternehmensspezifischen Kriterien anders. Frauen legen mehr Wert auf ein kollegiales Umfeld als Männer. Dahingegen ist es Männern wichtiger, dass der zukünftige Arbeitgeber innovativ und international ist.

Ergebnisbericht Most Wanted 2014 Während Frauen viel Wert auf ein kollegiales Umfeld legen achten Männer auf einen innovativen Arbeitgeber

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Der Erfolg eines Arbeitgebers ist für beide Geschlechter von großer Bedeutung. Es gibt nicht nur geschlechterspezifische Unterschiede. Die Fachrichtung spielt eine entscheidende Rolle. Während Wirtschaftswissenschaftlern ein erfolgreicher Arbeitgeber wichtig ist, legen Mathematiker, Physiker und Informatiker mehr Wert auf einen innovativen Arbeitgeber. Sinnstiftende Aufgaben und Flexibilität sind den Befragten wichtiger als Gehälter und Statussymbole.

Insgesamt sind die Faktoren Innovation, Erfolg und Arbeitsatmosphäre des Unternehmens ausschlaggebend bei der Wahl des Arbeitgebers.

Die Studie „Attraktive Arbeitgeber 2015"

Die Ergebnisse der Studie „Attraktive Arbeitgeber 2015" beschränken sich zunächst auf die grundlegenden Präferenzen der Befragten bezüglich des des potentiellen Arbeitgebers. Die attraktivsten Eigenschaften sind Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Für unwichtiger befanden die Befragten die Eigenschaften Sozialleistung und Infrastruktur. Auch die monetären Faktoren gehören nicht zu den Top-Kriterien. Unter den sekundären Eigenschaften tritt die konkrete Arbeitsathomsphäre hervor.

Während Männern die Aufstiegschancen am wichtigsten sind, präferieren die Frauen das Image eines Unternehmens. Insgesamt ist den Mitarbeitern eine gute Arbeitsatmosphäre bei der Wahl des Arbeitgebers wichtig. Faktoren wie abwechslungsreiche Tätigkeiten, Work-Life-Balance und Verantwortung folgen auf die zuvor genannten. Sowohl Männer als auch Frauen, stufen die wichtigsten Kriterien ähnlich ein.

Der Randstad Award 2016

Auch die Employer Branding-Studie zum Randstad Award ermittelte die wichtigsten Kriterien, die bei der Wahl eines Arbeitgebers eine große Rolle spielen. Den Befragten dieser Studie sind die Faktoren berufliche Sicherheit und Arbeitsklima am wichtigsten. Darauf folgen die Faktoren wettbewerbsfähiges Gehalt sowie Sozialleistungen und eine ausgewogene Work-Life-Balance.

RandstadAward 2016 Faktoren Studie

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Tipps: Attraktiv durch strukturiertes Employer Branding

Employer Branding ist die Grundlage, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren und eine positive Arbeitgebermarke zu formen. Die Studien haben gleichlautende Kriterien ermittelt, die den Mitarbeitern und Bewerbern wichtig und ausschlaggebend für die Attraktivität des Unternehmens sind. Allerdings unterscheiden sich diese nach Geschlecht, Alter und anderen Faktoren. Daraus ergeben sich für Arbeitgeber drei Handlungsfelder:

1. Erarbeitung einer klaren Positionierung
Vor der Strategieentwicklung steht die Analyse von internen und externen Faktoren. Durch methodische Erhebungen werden Informationen strukturiert gesammelt. Diese bildet das Fundament für alle Phasen im Employer Branding-Prozess. Auf dieser Grundlage werden in der Strategie relevante Zielgruppen ermittelt, um gezielt auf deren Bedürfnisse einzugehen. Folgende Fragen spielen bei der Strategie eine entscheidende Rolle: Wie will das Unternehmen gesehen werden? Welches Arbeitsklima soll herrschen? Wer soll Bewerber (weiblich/männlich, alt/jung, Bildungsgrad) sein?

2. Umsetzung interner Maßnahmen
Die klare Positionierung erfordert unter Umständen Änderungen in der Unternehmenskultur und dem Leitbild. Insbesondere die Einbindung der Mitarbeiter in den Prozess stellt eine Herausforderung dar. Mit einem ausgearbeiteten Konzept werden geeignete interne Maßnahmen durch und eingeführt. Dazu gehören beispielsweise das Leadership Branding, Talentmanagement und ein modernes Diversity Management.

3. Transport des Unternehmensimages
Das dritte Handlungsfeld beschäftigt sich mit dem Transport des Unternehmensimages mit dem Ziel der Mitarbeitergewinnung. Hierzu sollten im Rahmen des Multi-Channel-Publishing (Artikel zum Download) geeignete Maßnahmen und Kommunikationskanäle für eine gezielte und erfolgreiche Ansprache der Zielgruppen ermittelt werden. Dabei ist auf die Tonalität und die passenden Kontaktpunkte zu achten.

Regelmäßig gehen große Konzerne wie BMW aus unterschiedlichen Studien als attraktivste Arbeitgeber hervor. Aber auch kleinere Unternehmen besitzen die Möglichkeiten, gezielt ihre gewünschten Bewerber anzusprechen. Mit einer zielgerichteten Employer Branding-Strategie kann sich ein Arbeitgeber aus der Masse der Wettbewerber abheben.

Mit geeigneten und zielgerichteten Maßnahmen des Personalmarketings kann sich das Unternehmen für potentielle Bewerber attraktiv machen. Die Faktoren, die einen attraktiven Arbeitgeber ausmachen, sollten ins Auge gefasst werden.


Autorin: Charline Moré 
Foto: www.pexels.com
Quellen: www.mckinsey.de,www.stbv-bremen.de, www.randstad.de, www.focus.de



 

 

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