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Die Kraft des Selbstverständlichen

  • Autor:  Andreas Jacobsen

Employer Branding now Blog - Die Kraft des Selbstverstaendlichen

Zwischenmenschliche Interaktionen und Kommunikation sind entscheidende Faktoren für die Attraktivität eines Arbeitgebers und für die Zufriedenheit der Arbeitnehmer. Neben gemeinsamen Aktivitäten und vorbildlichem Verhalten, wirken sich vor allem ein freundlicher Umgangston und persönliche Wertschätzung positiv auf die Leistungsfähigkeit und das Engagement der Mitarbeiter aus.

Das Verhalten eines Unternehmens als Arbeitgeber trägt bedeutend zum Betriebsklima und darüber hinaus bei. Eine leitendende Rolle kommt dabei den Führungskräften zu. Wie sie mit ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern umgehen, prägt die herrschende Kultur im Unternehmen. Dabei lassen sich verschiedene Typen von Führungspersönlichkeiten unterscheiden:

Beispiel 1: Die Königin

Die Geschäftsführerin eines kleinen Unternehmens, von den eigenen Mitarbeitern als Königin verspottet, lässt selbst leitende Angestellte lange auf dem Flur warten, bevor diese zu ihr vorgelassen werden.

Beispiel 2: Der Überhebliche

Der Geschäftsführer, der der Empfangsdame keine Beachtung schenkt und sie eher als notwendiges Übel sieht, um sich bei seinem eigentlichen Gesprächspartner anmelden zu lassen.

Beispiel 3: Der Bodenständige

Im Gegensatz dazu steht der Geschäftsführer, der im Vorzimmer zu einer freundlichen Begrüßung innehält, einen kurzen Plausch führt und sich dabei vielleicht sogar noch an deren letzten Geburtstag oder die Einschulung der Kinder erinnert. Ein Verhalten, dass er auch im eigenen Unternehmen pflegt und für Mitarbeiter immer ansprechbar ist.

Es liegt auf der Hand, welches dieser Beispiele geeignet ist, die Marke als guter Arbeitgeber zu pflegen und diesbezüglich den Markenwert zu steigern.

Kleine Impulse für das Employer Branding

Natürlich sind gutes Benehmen und ein normaler Umgang nicht der Schlüssel zu einer strahlenden Arbeitgebermarke. Es ist das Fundament dafür. Ohne Fundament kann man kein Haus bauen - so wie Employer Branding nicht funktioniert, wenn ganz Grundsätzliches im eigenen Unternehmen nicht stimmt. Gut beraten ist folglich, wer das eigene Verhalten reflektiert und den kleinen Dingen Aufmerksamkeit schenkt. 

Grüßen Sie

Häufig mangelt es schon an dieser Selbstverständlichkeit. Wenn beispielsweise Mitarbeiter eines Unternehmens im Treppenhaus nicht grüßen, wenn Sie Mitarbeiter anderer Unternehmen begegnen, sagt dies einiges über die Unternehmenskultur und den Umgang untereinander im Unternehmen aus.

Man kann ein solches Verhalten mit Nachlässigkeit oder Arroganz entschuldigen. Aber es bleibt schlicht schlechtes Benehmen - und das ist kein Beitrag zur Profilierung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber

Das Zauberwort 

Wenn Kinder einen Wunsch haben, fragen die Eltern häufig: „Wie heißt das Zauberwort?“ Für Kinder, Unternehmer, Vorgesetzte und Mitarbeiter ist „sofort“ dann nicht die richtige Antwort.

Deshalb sagen Sie „Bitte“ und vor allem „Danke“. Das versteht sich von selbst, wenn man das Thema „Grüßen“ verstanden hat. So schärfen Sie ganz nebenbei und selbstverständlich den Wert Ihrer Arbeitgebermarke.

Lob

Vielfach existiert in Unternehmen die Losung: „Nicht geschimpft, ist genug gelobt.“ Aha! Richtig? Nein, im Gegenteil. Wie kann man Mitarbeiter besser motivieren, als mit einem Lob zur Anerkennung für deren Leistungen. „Aber nach dem Lob lassen Mitarbeiter die Arbeit schleifen, weil sie sich ihrer selbst zu sicher fühlen“, hört man den Kreis der Bedenkenträger rufen.

Diesen sei entgegnet: Probieren Sie es doch einmal für Lob für noch nicht Geleistetes. Der Mitarbeiter wird nun nach Kräften versuchen, dieses Lob zu rechtfertigen.

Durch die Blume

Tom Peters schreibt in seinem Buch „Little big things - 163 Wege zur Spitzenleistung“, dass Unternehmen ihre Ausgaben für Blumen steigern sollen. Als Dank für die Sekretärin oder Anerkennung für besondere Leistungen der Mitarbeiter. Diese muss sich nicht einmal auf Leistungen im Unternehmen beziehen. Lob kann sich auch darauf beziehen, wenn ein Mitarbeiter z.B. einen nahen Angehörigen pflegt und trotzdem gute Leistungen am Arbeitsplatz bringt.

Es geht um Anerkennung, kleine Gefälligkeiten für außergewöhnlichen Einsatz. Dabei muss nicht immer durch die Blume gesprochen werden. Pralinen, ein Obstkorb oder andere Gefälligkeiten eignen sich in solchen Situationen auch.

Gratulationen

Der eigene Geburtstag hat für viele eine besondere Bedeutung. Wer es also mit Maßnahmen zum Employer Branding ernst nimmt, schenkt seinem Mitarbeiter an diesem Tag eine besondere Aufmerksamkeit. Gratulieren Sie, persönlich, am Telefon oder schreiben Sie sogar eine Glückwunschkarte.

Schreiben - ganz Oldschool

Einen interessanten Vorschlag macht Matthias Aumann in seinem Buch „Nicht schulklug, sondern straßenschlau“. Er schlägt vor, dass sich der Arbeitgeber ganz persönlich an seine Mitarbeiter wendet. Per Brief, nicht per E-Mail. In einem solchen Brief können wichtige Ereignisse aus dem Unternehmen dargestellt und die Mitarbeiter so „mitgenommen“ werden. Dabei kann es um die Geschäftsentwicklung oder wichtige Personalien gehen. Das muss nicht jeden Monat passieren, aber wie immer in der Kommunikation gilt: Nicht erst damit anfangen, wenn es brennt. 

Fazit

Für viele sind diese Verhaltensweisen vermutlich Selbstverständlichkeiten. Herzlichen Glückwunsch! Sie beherrschen die Grundlagen für erfolgreiches Employer Branding in Ihrem Unternehmen. Andere werden erkennen, wo es in ihrem Unternehmen noch Nachholbedarf gibt. In beiden Fällen: Viel Erfolg mit den grundlegenden Kleinigkeiten ohne großen (finanziellen) Aufwand an der Profilierung der eigenen Arbeitgebermarke zu arbeiten.

All diese Kleinigkeiten tragen dazu bei, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmen wohlfühlen und dies als Markenbotschafter nach außen tragen. So lassen sich mit banalen und eigentlich selbstverständlichen Umgangsweisen das Betriebsklima und das Image der Arbeitgebermarke aufwerten.


Andreas Jacobsen, Rechtsanwalt, BremenAutor: Andreas Jacobsen (Xing) ist zugelassener Rechtsanwalt und arbeitet als Projektleiter für Elektromobilität bei einem großen Verkehrstechnikunternehmen. Er hat Erfahrungen in der Kontrolle und Aufsicht von Unternehmensbeteiligungen, in der Akquisition von Fördermitteln sowie der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen. Von Zeit zu Zeit blickt er in Blogbeiträgen über den Tellerrand und beschäftigt sich mit Themen aus den Bereichen, Start-ups, Innovation, Disruption und Unternehmensführung. Jacobsen wohnt und arbeitet in Bremen.


Foto: Kyle Sudu  / unsplash.com



 

 

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