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Zukunft Personal 2015: Instrumente hui, Strategie pfui

Employer Branding now Blog - Zukunft Personal: Viele Instrumente wenig Strategie

Ganz so extrem wie der Kollege Stefan Scheller in seinem Rant schreibt, sehen wir die Angebote der Zukunft Personal 2015 nicht. Jedoch geben wir ihm insoweit Recht, dass die Grundlagen fehlen, um die tollen neuen Möglichkeiten und Instrumente in der (Personal-)Arbeit 4.0, im Recruiting und im Employer Branding zu nutzen.

Die Aufgabe einer Fachmesse ist es ganz klar aufzuzeichnen, welche Trends in der Branche bestehen und wie sich die Arbeit optimieren lässt. Dahingehend gibt es wenig an der Zukunft Personal auszusetzen. Jedoch bedarf es des kritischen Umgangs mit den präsentierten Ideen und Technologien.

Instrumente zu Hauf

Beim Rundgang durch die Messehallen gab es wiederholt digitale Neuheiten zu sehen. Das Buzzword Big Data hat spätestens im Jahr 2015 die HR-Branche erreicht. Verschiedene Anbieter präsentierten Lösungen zum Sammeln und Auswerten unterschiedlicher Daten über ihre Mitarbeiter und Bewerber. Dadurch sollen Stellen und Teams besser besetzt werden, um Arbeitsabläufe effizient zu gestalten.

Großartig war aus unserer Sicht auch das Angebot, Bewerber per Virtual Reality (VR) durch das Unternehmensgebäude zu führen und so Einblicke in das Unternehmen zu geben. Dieses technologische Instrument kann in bestimmten Bereichen Mehrwerte bieten, aber ob zu diesem Zeitpunkt oder im Recruiting überhaupt, bleibt derzeit offen.

Daneben gab es reichlich technische Instrumente, um das Bewerber-, Talent- oder Diversity-Management zu vereinfachen und zu optimieren.

Strategie fehlt

Was wir vermisst haben, ist der strategische Aspekt im Bereich des Personalmarketings und des Recruitings. Die Angebote zur (Personal-)Arbeit 4.0 waren ausgesprochen innovativ und technisch interessante Maßnahmen. Jedoch sind sie nur Insellösungen, wenn die Strategie fehlt.

Die Frage, bevor dies oder jenes Instrument eingesetzt wird, muss lauten: Was will ich damit erreichen? Wo will der Arbeitgeber hin? Welche Zielgruppe soll erreicht werden?

Im Kern bleibt somit die erfolgreiche Positionierung als Arbeitgeber. Erst diese Unterscheidbarkeit führt zu einem erfolgreichen Recruiting, weniger die eingesetzten Instrumente.

Recruiting und Personalmarketing müssen sich nicht immer der neuesten Instrumente bedienen. Ganz im Sinne von Stefan Scheller gilt es zunächst, Tools der (Personal-)Arbeit 1.0, 2.0. und 3.0 fundiert einzusetzen, bevor eine neue technische Möglichkeit erwogen wird. Dazu zählen klare Prozesse in der HR-Abteilung.

Im Kern geht es noch immer um die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppen der Bewerber. Die neuen technischen Möglichkeiten mögen zwar für einen Teil der aktuellen Bewerber interessant, jedoch im Rahmen der Gesamtstrategie genau zu bewerten. Daraus ergeben sich Schwerpunkte. Im Sinne der Bewerberreise sollten Recruiter neue Instrumente im Blick haben, um den passenden Kontaktpunkt für die definierte Bewerbergruppe zu bieten. Und dann kann dann die VR-Brille am Messestand sein.

Im Bereich Big Data geht es daneben um die Frage, wer mit der Fülle an Daten arbeiten soll? Es ist zwar sinnvoll eine Objektivierung des Bewerbungsprozesses herbeizuführen, diese muss sich aber an der Größe der Personalabteilung ausrichten.

Nicht auf dem Instrument ausruhen

Sich als Recruiter oder HR-Manager auf den technischen Lösungen auszuruhen („Wie bieten ja eine VR-Umgebung an!") genügt nicht. Die strategische Arbeit und die Arbeit mit dem Bewerber und dem Mitarbeiter stehen weiter im Mittelpunkt, um erfolgreich am Arbeitsmarkt zu agieren.

Ausnahmsweise schließen wir uns daher der Meinung der Politik an:
„Denn trotz allen Fortschritts, trotz Robotisierung, trotz vernetzter Systeme und Entwicklungen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können, wird die Arbeit ja nicht wegfallen", erklärte Gabriele Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Rahmen des Panels „Arbeiten 4.0".



Autor: Nicolas Scheidtweiler /
Foto: Consus Marketing / Michael Schütz



 

 

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