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6 Recruiting-Tipps zur Candidate Experience Studie 2014

  • Autor:  Maike Hohnhorst

Employer Branding now Blog - Candidate Experience Studie 2014

Unternehmen sind permanent auf der Suche nach neuen, passenden Mitarbeitern. Dass der Erfolg einer Bewerbung nicht nur vom Bewerber abhängt, verdrängen viele Unternehmen dabei. Die Candidate Experience Studie 2014, durchgeführt von der Meta HR Unternehmensberatung und stellenanzeigen.de, hat jetzt gezeigt, was die Bewerber selber von einem Unternehmen erwarten, bei dem sie sich bewerben.

Aus den Ergebnissen haben wir sechs Tipps für Ihr Recruiting abgeleitet.

1. Bewerberreise ist zentral

Die Studie betrachtet vor allem die „Reise", die die Bewerber im Laufe des Bewerbungsprozesses durchleben. Sie stellt die Touchpoints des Mitarbeiters zum Unternehmen dar. Angefangen in der ersten Phase, von der Studie als Jobrecherche und Orientierung bezeichnet. Der Bewerber informiert sich über mögliche vakante Stellen über die Suchmaschinen, Karriere-Websites, sozialen Medien oder Stellenbörsen.

Die zweiten Phase ist die Abgabe der Bewerbung. Sprich, welche Möglichkeiten der Bewerbung vorliegen. Sei es über Online-Bewerbungsformulare, Stellenanzeigen (via Direktlink) oder der Bewerbung per Post.

Der persönliche Kontakt spielt in der dritten Phase schließlich eine Rolle. Hierzu zählen Telefoninterviews, persönliche Gespräche und Infos zum aktuellen Bewerbungsstand.

Die letzte Phase ist schließlich die Ergebniskommunikation. Dem Bewerber wird eine Zu- oder Absage erteilt und gegebenenfalls kommt es zur Vertragsunterzeichnung.

Erster Tipp: Arbeiten Sie mit dem Multi-Channel-Publishing. Nutzen Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Kanäle und entwickeln so eine Beziehung zum Bewerber.

2. Karriere-Website - mangelhaft!

Die Bewerberreise führt zur Candidate Experience (CandEx). Dazu zählen die Erfahrungen und Eindrücke, die der Bewerber aus dem Bewerbungsprozess mitnimmt. Unternehmen beeinflussen diese CandEx maßgeblich und machen dabei gravierende Fehler.

Teilweise werden diese Fehler schon in der ersten Phase gemacht. Auf Karriere-Plattformen wird nicht klar kommuniziert, welche Stellen vakant sind. 78,7 Prozent legen genau darauf aber Wert. Oftmals sind zudem auch die Ansprechpartner nicht klar benannt oder ihre Kontaktdaten nicht zu finden. Dabei ist genau dieser Punkt laut der Umfrage am wichtigsten für die Bewerber. 78,9 Prozent wünschen klar zu wissen, mit dem sie in Kontakt treten müssen.

Auch die Power des Mobile Recruitings wird häufig unterschätzt. Ein Großteil der Karriere-Websites verfügt nicht über das sogenannte „Responsive Design", welches sich an das Format und die Möglichkeiten des Endgerätes anpasst. Eine klare Fehleinschätzung einiger Recruiter. Mobile Geräte wie Smartphones, werden sowohl zu Hause (32,5 Prozent) als auch unterwegs (32,9 Prozent) von den Bewerbern genutzt, um sich über das Unternehmen zu informieren. Hier herrscht klarer Nachholbedarf.

Zweiter Tipp: Überprüfen Sie Ihr Content Management System. Oftmals passen diese nicht zu Anforderungen von Unternehmen. Sie sind entweder zu mächtig oder lassen eine responsive Nutzung nicht zu.

3. 9,2 Prozent der Befragten würden sich nicht über Online-Formular bewerben

Auch die verschiedenen Vermittlungsmöglichkeiten von Bewerbungen im Verfahren werden von der Candidate Experience Studie unter die Lupe genommen. Die immer noch beliebteste Bewerbungsform ist die über E-Mail mit Datenanhängen (70,3 Prozent). Dahinter folgt die Bewerbung per Brief (14,3 Prozent).

Der vielleicht überraschende Teil ist, dass zwar 90,8 Prozent der Befragten das Verfahren des Online-Formulars akzeptieren, dennoch gerade einmal 13,2 Prozent diesen den anderen Verfahren vorziehen würden. Diese Entwicklung kann mehrere Gründe haben. So zum Beispiel die Länge des Prozesses. Die Mehrheit der Befragten wäre mit einer Bearbeitungsdauer von 10 bis 30 Minuten einverstanden und würde ihre Bewerbung einreichen.

Dritter Tipp: Überprüfen Sie Ihre Verfahren. Regelmäßig kommen neue Entwicklungen, die das Verfahren im eRecruiting optimieren.

4. Persönliches und Zeit zählen im Recruiting

Während des Bewerbungsverfahrens kommt es nicht nur darauf an, wie sich die Bewerber ihrem potenziellen Arbeitgeber gegenüber präsentieren. Auch dem Unternehmen und seinen Vertretern selber sollte bewusst sein, dass ihre eigene Selbstpräsentation ausschlaggebend für den Erfolg einer Bewerbung sein kann.

Schockierende 32,5 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass sie während Einstellungsgesprächen kaum oder überhaupt nicht als individuelle Person mit Stärken gesehen werden.

Durch diesen Mangel an Wertschätzung gegenbüber dem Bewerber verbauen sich Unternehmen öfter die Chance, gute Mitarbeiter einzustellen. Dass diese nämlich durchaus bereit sind eine Bewerbung zurück zu ziehen durch schlechte Eindrücke im Bewerbungsgespräch geben 32,5 Prozent an.

Ein weiterer Faktor für eine gute Candidate Experience ist die Dauer des Prozesses. Die beste Candidate Experience hatten die Bewerber bei einer Verfahrensdauer von unter zwei Wochen.

Vierter Tipp: Probieren Sie Truffls als neue mobile App aus. Diese ermöglicht spielerisch für beide Seiten - Bewerber und Unternehmen - eine schnelle Entscheidung, ob beide Interesse an einer Zusammenarbeit haben (Weiterlesen).

5. Absage-Management: And the winner is...?

Abschliessend bleibt natürlich nur noch eins: Es gilt den Gewinnern und Verlierern die Entscheidung mitzuteilen. Die Art und Weise spielt hierbei eine sehr große Rolle. Eine Absage per automatisierter E-Mail verschlechtert das Image des Unternehmens laut der Umfrage deutlich.

Den absoluten Fehltritt leisten sich die Unternehmen jedoch, wenn dieses gar keine aktive Kommunikation zu den Bewerbungsentscheidungen betreibt. Die Unternehmen verpassen an dieser Stelle die Chance, dass abgelehnte Bewerber das Unternehmen in Zukunft als gute Adresse im Hinterkopf behalten. Image und Bewerberpotenzial gehen dadurch also maßgeblich verloren.

Fünfter Tipp: Sie sollten Ihr Unternehmen Netzwerken zur Mitarbeitergewinnung anschliessen, um auch abgelehnten Bewerbern eine positive Antwort zu geben. Ein Beispiel ist Cleverheads.

6. Fazit: Klare Kommunikation erforderlich

Die Candidate Experience Studie 2014 hat klar vor Augen geführt, was Bewerber wirklich wollen und an welchen Stellen die Mehrheit von Unternehmen noch deutlichen Nachholbedarf hat. Sie hat gezeigt, dass Unternehmen klarer in ihrer Kommunikation vor, während und nach dem Bewerbungsprozess werden müssen. Zudem ist es die Aufgabe der Unternehmen eine für den Bewerber ansprechende Bewerberreise entstehen zu lassen, um die besten Fachkräfte für sich gewinnen zu können.

Eine ansprechende Karriere-Website, klare Vorstellungen, wertschätzender Umgang mit Bewerbern und eine gute Ergebniskommunikation sind Schlüsselwörter, um die Bewerberreise am Ende für beide Seiten erfolgreich enden zu lassen.

Sechster Tipp: Die CanEx selbst ist gut für Unternehmen geeignet, die es verpasst haben, interne Umfragen zu ihrem individuellen Bewerbungsprozess durchzuführen. Sie bietet einen allgemeinen Überblick von Anfang bis Ende der Bewerberreise mit allen wichtigen Touchpoints.

 

Infos zur Studie

Im Rahmen der Candidate Experience Studie 2014 wurden von Anfang Juni bis Anfang August diesen Jahres 1.379 Arbeitnehmer zum Thema Candidate Experience im Rahmen von Bewerbungsprozessen gefragt. Die Studie wurde mit Online-Fragebögen durchgeführt, welche die Teilnehmer in drei verschiedenen Kategorien zu ihren Erfahrungen befragten. Im ersten Teil wurden die Teilnehmer nach allgemeinen Informationen zur Person gefragt. Der zweite Teil ging auf die Erwartungen und Wünsche im Punkto Bewerbungen und Jobsuche ein. Der dritte Teil stellte konkrete Fragen zu Erlebnissen im Bewerbungsablauf der Befragten. Dabei sollten die Teilnehmer die Fragen von ihrem letzten abgeschlossenen Bewerbungsprozess ausgehend beantworten und unabhängig von dem Ausgang dieses antworten.

 


Autor: Maike Hohnhorst
Bild: berwis / pixelio.de
Quellen: www.metahr.de, www.stellenanzeigen.de



 

 

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