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Herausforderung „Deutschland 2030 – Die Arbeitsplätze der Zukunft“

Employer Branding now Blog - Arbeitsplaetze der Zukunft

Demografischer Wandel. Da ist es wieder, das böse Wort, dass HR-Verantwortliche aller Branchen seit Jahren umtreibt. Wird es wirklich so schlimm, wie viele Prognosen und Studien voraussagen? Die Kollegen von PWC haben jetzt in ihrer Studie „Deutschland 2030 - Arbeitsplätze der Zukunft" ein deutliches Bild gezeichnet: Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland wird in den nächsten 16 Jahren drastisch schrumpfen und die Erwerbstätigkeit wird sich auch in Zukunft vor allem regional sehr unterschiedlich entwickeln. Politik und Unternehmen müssen diese Herausforderung annehmen.

Die Studie zeichnet vier Szenarien zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland auf der Basis der Bevölkerungsentwicklung zwischen 2000 und 2011. Die Übersicht der Vorausschätzung zeigt deutlich, dass zwar die Erwerbstätigkeit in den meisten Branchen deutlich abnimmt, die Produktivität jedoch im Vergleich stark steigt. Das stellt die betroffenen Branchen und Regionen vor völlig neue Aufgaben.

 

Übersicht Entwicklung von Erwerbstätigkeit, Bruttowertschöpfung und Produktivität in Deutschland je Sektor, 2000–2011

Studie PWC sektorale Vorausschaetzung

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Innerhalb der von PWC dargestellten Szenarien werden verschieden Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt durchgespielt und deren potenzielle Auswirkungen aufgezeigt. Daraus ergeben sich verschiedene Herausforderungen, mit denen sich Bundesländer und Kommunen konfrontiert sehen werden – wenn man den angenommenen Werten der Studie folgt.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass vor allem in den Metropolregionen im Westen, im Großraum Berlin und im westlichen Niedersachsen bis 2030 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Den auch heute schon strukturschwachen ländlichen Regionen großen Teilen der neuen Bundesländer stehen einschneidende Anpassungen bevor.

Trotz weniger Erwerbstätiger steigende Produktivität

Die PWC-Studie nimmt grundsätzlich weiterhin an, dass durch den demografischen Wandel innerhalb der nächsten 16 Jahre die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland drastisch schrumpft. Um das prognostizierte wirtschaftliche Wachstum trotzdem dauerhaft zu realisieren, müssen die wirtschaftlich starken Regionen ihr Wachstum aktiver managen. Als Kernpunkte nennt die Studie hier den Ausbau der Intrastruktur und die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte.

Den Regionen, denen die Studie einen Verlust von Arbeitsplätzen voraussagt, dürfen sich nicht auf darauf konzentrieren, den Status Quo zu halten, sondern eher intelligent zu schrumpfen. Andernfalls fehlen Mittel für zukünftige Investitionen, da die Alterung der Gesellschaft eben nicht verhindert werden kann.

Wo entstehen aber die Arbeitsplätze der Zukunft?

Wohin es die qualifizierten Fachkräfte in Zukunft ziehen wird, entscheidet sich laut Studie von PWC vor allem durch die Attraktivität der Regionen. Junge Menschen zieht es verstärkt aus den ländlichen Regionen in die Städte. Außerdem spielen eine gute Intrastruktur und die vorhandenen Branchen wichtige Rollen.

Durch die Abwanderung der jungen qualifizierten Fachkräfte gehen den ländlichen Regionen die Leistungsträger verloren. Dadurch wird die Attraktivität dieser Regionen weiter sinken, was deutlich eingeschränkte Gestaltungsspielräume und veränderte Verwaltungsstrukturen zur Folge hat. Eine Anpassung der allgemeinen Infrastruktur wird unausweichlich.

Individuelle und kreative Lösungen sind gefragt

Jeder Wirtschaftsstandort - ob von Wachstum oder Abwanderung betroffen - und mit ihnen jedes Unternehmen müssen individuelle Konzepte entwickeln, um auf die eigenen Stärken und Schwächen zu reagieren. Dadurch können Wachstumspotenziale realisiert aber auch einem unausweichlichen Schrumpfen der Wirtschaftskraft konstruktiv begegnet werden.

Die PWC-Studie geht davon aus, dass die Wachstumsunterschiede der Regionen zukünftig bestehen bleiben und sich diese Unterschiede wirtschaftspolitisch nicht ausgeglichen werden können. Im Gegenteil: Durch die sich immer weiter öffnende Schere zwischen wachsenden und schrumpfenden Regionen wird die allgemeine Finanzsituation Deutschlands vor große Herausforderungen gestellt werden.

Eigene Stärken nutzen

Die schon heute attraktiven Standorte werden - laut Studie - den Wettbewerb um die qualifizierten Fachkräfte klar für sich entscheiden. Je besser und zukunftsfähiger die Wirtschaft einer Region aufgestellt ist, desto besser wirken auch die Maßnahmen zur Steigerung der Standortattraktivität. Diesen Regionen kommt die Aufgabe zu, den negativen Folgen der vermehrten Zuwanderung von Arbeitskräften entgegen zu wirken und diese abzumildern. Dazu gehören vor allem auch die steigenden Mieten im privaten Bereich.

Strukturschwache Regionen müssen intelligent schrumpfen

Alle in der Studie dargestellten Szenarien führen in keine der schrumpfenden Regionen zu einer absoluten Trendwende. Zwar zeigen auch hier die Maßnahmen zur Steigerung der Standortattraktivität Wirkung (je nach angewendetem Szenario), jedoch stehen diese Regionen weiterhin vor der Herausforderung, ihrem Schrumpfen aktiv zu begegnen. Nur so werden sich die Zukunftsperspektiven positiv gestalten lassen.

Ausschließlich der schonungslos realistische Umgang mit den eigenen Perspektiven eröffnet Chancen für die Zukunft. Dafür ist eine fundierte Analyse der regionalen Stärken und Schwächen die Basis. Nur wenn das ganze mögliche Ausmaß des Wandels erkannt und mit allen möglichen Konsequenzen beschrieben wird, lassen sich zukunftsfähige Konzepte erarbeiten. Die Richtung dafür geben langfristig wirksame Trends vor. Nur so bleibt die Gestaltungsfähigkeit der Kommunen und das Wachstum regionaler Unternehmen gewährleistet.

Fazit zur PWC-Studie

Alle in der Studie von PWC gezeichneten Szenarien zeigen, wie wichtig der regionale Faktor bei der Entwicklung der Erwerbstätigkeit in den nächsten Jahren sein wird. Deshalb gilt es für die Unternehmen, sich auf ihre regionalen Stärken zu besinnen und gemeinsam an deren Wahrnehmung und Ausbau zu arbeiten.

Die aktive Arbeit in Netzwerken und Branchenclustern kann ein gutes Mittel sein, die Wahrnehmung einer ganzen Region zu stärken. Das Zauberwort heißt hier: Gemeinsam.

 


Autor: Michael Schütz / Google+
Foto: Thorben Wengert / pixelio.de
Quelle: PWC-Studie „Deutschland 2030 – Die Arbeitsplätze der Zukunft"



 

 

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