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Mitarbeitersuche über Google - Interview mit Thorsten Piening

  • Autor:  Claudia Wiehler

Employer Branding now Blog - Mitarbeitersuche über Google - Interview mit Thorsten Piening

Die Mitarbeitersuche gestaltet sich für Unternehmen heute relativ schwierig. Es gibt viele verschiedene Jobportale, die man allesamt separiert bespielen muss. Dies kostet Zeit und Geld. Und, wenn man ehrlich ist, gehen die einzelnen Stellenangebote in der Ansammlung der Stellenanzeigen und häufig schlechten Verschlagwortung einfach unter. Das Thema Fachkräftemangel beherrscht die Flure der Personalabteilungen.

Thorsten Piening und Tristan Niewöhner lernten sich 2016 im Rahmen des "RoundTables", einem Event für Gründer der Bertelsmann-Stiftung, kennen. Beide erkannten das Problem des Fachkräftemangels und gründeten mit ihrem gemeinsamen Lösungsansatz ein Start-up. Im Jahr 2017 gründeten Tristan Niewöhner, Gründer und Geschäftsführer, und Thorsten Piening, Mitbegründer und Gesellschafter, die persomatch GmbH.


Herr Piening, Sie sagen, dass die Personalakquise in der nächsten Zeit eine Revolution erfahren wird, Google for Jobs ist das Stichwort. Was genau ist Google for Jobs?

Bisher läuft das Gros der Stellenanzeigen über die gängigen Jobportale, mit all ihren Unzulänglichkeiten. Was bisher allerdings kaum jemand beachtet: 75% der Jobsuchenden suchen einen neuen Arbeitsplatz zuerst über Google. Jeden Monat gibt es bei Google 70 Millionen Suchanfragen, die mit dem Thema „Jobs“ zu tun haben. Jetzt muss man erst einmal wissen, wie eine Seite bei Google aufgebaut ist. Wenn man etwas über Google sucht, dann sieht die Suchergebnisseite heute so aus: zuerst erscheinen bis zu vier Ergebnisse, die als Anzeigen geschaltet und angezeigt werden (Google Ads). Diese Ergebnisse stehen bei Google immer an erster Stelle. Darunter sieht man dann die Ergebnisse, die aufgrund der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization = SEO) einen entsprechenden Platz von Google zugewiesen bekommen haben. Dies sind die so genannten organischen Suchergebnisse.

So weit, so gut …

Seit Mitte März befindet sich Google for Jobs deutschlandweit in der Testphase. Mit Google for Jobs schafft Google eine neue Darstellungsform von Vakanzen auf der ersten Suchergebnisseite. Organische Suchergebnisse (Quellen sind Karriereseiten und Online-Stellenbörsen) werden in einer Box auf der ersten Suchergebnisseite gebündelt. Diese Box wird unterhalb der Google Ads erscheinen, aber oberhalb der organischen Suchergebnisse. Genauso hat Google schon „Google Shopping“ und „Google Flight“ umgesetzt.


Was bedeutet das für die Unternehmen, die händeringend Mitarbeiter suchen?

Das bedeutet, dass sie sich von der üblichen Methode, Stellenanzeigen auf Jobportalen zu schalten, immer weiter lösen sollten. Google ist heute schon der viel größere Umschlagplatz für Jobsuchen. Dazu kommt, dass durch die neue Box „Google for Jobs“ der verbleibende Platz auf der ersten Seite für die organischen Suchergebnisse immer kleiner werden wird. Daher wird es immer wichtiger, auf der ersten Suchergebnisseite einen guten Platz für die eigene Stellenanzeige zu bekommen – oder aber eine gute Position bei Google for Jobs zu erhalten. Denn Google wird im Bereich der Jobbörsen auch Marktführer werden. Das hat Google schon in den Bereichen Shopping und Flugsuche unter Beweis gestellt. 

Aber wie sollen die Unternehmen das schaffen? Wie bekommt man diese begehrten ersten Plätze, sei es unter den Google-Anzeigen oder bei Google for Jobs? 

Man muss dafür sorgen, dass Google die Stellenanzeige für relevant befindet. Dafür gibt es viele verschieden Kriterien, wie z. B.:

  • die Optimierung der Stellenanzeige hinsichtlich relevanter Suchwörter und Suchwortkombinationen
  • das Bereitstellen von relevanten Informationen zum Job speziell für Google, die im Quelltext der Seite hinterlegt werden, wie z. B. die exakte Stellenbeschreibung, das anbietende Unternehmen, der Ort, an dem die Stelle auszuüben sein wird, etc. (mehr Hinweise finden Sie hier)
  • die Optimierung der Stellenbeschreibung entsprechend der SEO-Standards (Seitentitel, Überschriften, Stellenbeschreibung, etc.)
  • und – last but not least – die Stellenanzeige muss den Bewerber ansprechen.

Hier bedarf es einiges an Know-how im SEO- und SEA-Bereich. Aber die Unternehmen sind damit nicht allein. Schon heute hilft persomatch z. B. dabei, die Stellenanzeigen so zu optimieren, dass sie bei Google ganz oben auf der ersten Seite ausgespielt werden. Jetzt, wo Google for Jobs aktiv ist, stellen wir Informationen bereit, wie man die Stellenanzeigen gestalten muss, damit sie auch gefunden werden.


Wird Google for Jobs kostenlos sein?

Wir gehen davon aus, dass die ersten 1 bis 3 Jahre „kostenlos“ sein werden. Google ist natürlich nie wirklich kostenlos, denn man zahlt immer mit Daten. Nach dieser Zeit, die Google nutzen wird, um Daten und Marktanteile zu gewinnen, schätzen wir, dass Google for Jobs in ein Bezahlmodell umgewandelt wird. So war es zumindest bei Google Flight und Google Shopping.

Da wartet ja wirklich eine große Veränderung auf die Personalabteilungen der mitarbeitersuchenden Unternehmen.

Das stimmt wohl. Aber mit der richtigen Unterstützung können diese Veränderungen die Mitarbeitersuche sehr viel effektiver gestalten.

Herr Piening, vielen Dank für das Interview!


Foto: persomatch GmbH / Thorsten Piening



 

 

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