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Eine Replik: Employer Branding hat ohne Führung keine Substanz?!

Eine Replik: Employer Branding hat ohne Führung keine Substanz?!

Ich bin gerade auf einen auf absatzwirtschaft.de gestoßen. Darin behauptet der Interviewpartner Reinhard K. Sprenger, dass Employer Branding keine Substanz hätte. Aus seiner Sicht fehle die Einbindung der Mikroebene. Führungskräfte würden keine emotional-soziale Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufbauen. Daher sei der Einsatz für das Employer Branding verschwendetes Geld.

Zeit für eine Replik!

Allgemein gute Punkte. Allerdings stellt der Kollege Reinhard K. Sprenger Employer Branding zu kurz dar. Sein Postulat ist selbstverständlich.

Zum Employer Branding gehören neben der Kommunikation auch inhaltliche Aspekte, beispielsweise Führungskräftetraining, Talentmanagement und betriebliche Sozialleistungen.

Wir von Employer Branding now sehen darin eine integrierte Strategie.

Führungsforum des BVMW in Bremen

Gerne greife ich zur Verdeutlichung einen von mir aktuell besuchten Vortrag auf: Auf dem Forum Führung des BVMW in Bremen stellte der Referent Prof. Dr. Arnold Weissman seinen Ansatz für gute Führung vor. Dieser Ansatz lässt sich analog für unser Verständnis von Employer Branding sehen.

Basis ist aus Sicht von Arnold Weissman ein klares Wertesystem von Unternehmen. Dieses entwickelt sich mit guter Führung zur Unternehmenskultur: Es muss drinnen brennen, um nach außen zu leuchten! Denn der Mitarbeiter ist zugleich der beste Werbeträger: "Wenn er in der Berufsschule positiv von 'seinem' Unternehmen spricht, wirbt er gleich für neue Nachwuchskräfte." Er übernimmt die Rolle des Ambassadors (Botschafter) zur Mitarbeitergewinnung.

Daher gilt es, die Mitarbeiter zu Teilhabern machen. Führung bedeutet Mitarbeiterentwicklung: Stolz, Verantwortung zu übernehmen. Der Arbeitnehmer soll aus eigenem Antrieb Dinge tun. Arnold Weissman formuliert überspitzt, dass es die Hauptaufgabe einer Führungskraft sei, Mitarbeiter nicht zu demotivieren.

Dazu ist die Kommunikationsfähigkeit von Führungskräften ist erforderlich. Neben Anreizsystemen ist diese zentraler Punkt für die Mitarbeitermotivation. Es geht um eine emotional-soziale Beziehungen zwischen Vorgesetzten und Untergebenen. Arnold Weissman: "Führen heißt Verhalten auf Beziehungsebene. Managen auf Sachebene."

Führungskräftetraining Teil des Employer Branding

Die aktuelle Gallup-Studie (Präsentation zum Gallup Engagement Index 2012, pdf, 5.3 MB) zeigt wieder einmal, dass emotionale Führung Vorteile für die Mitarbeiterbindung bietet. Darüberhinaus sind diese Mitarbeiter motivierter und agieren eigenverantwortlicher. Führungskräfte sollten daher einen Werkzeugkasten an Methoden besitzen.

Diese Führung kann man lernen. Daher sehen wir im Rahmen des Employer Branding den Bedarf, eine Führungskräfteausbildung implementieren und weitere Karrierelaufbahnen als Experte ohne Führungsaufgaben anzubieten - ganz im Sinne eines horizontalen und vertikalen Talentmangaments. So lösen Unternehmen das zunehmende Planungsdilemma durch ein modernes Human Capital Management.

Abschließend kann man dem eingangs genannten Autor Reinhard K. Sprenger doch nur zustimmen: Employer Branding hat nur mit guter Führung Substanz.

 


Autor: Nicolas Scheidtweiler / Xing
Foto: Stock.XCHNG


 

 

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