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Anteil weiblicher Führungskräfte in Deutschland unter EU-Niveau

Employer Branding now Blog - Anteil weiblicher Führungskräfte in Deutschland unter EU-Niveau

Anlässlich des Internationalen Frauentages hat das Eurostat (statisches Amt der Europäischen Union) die vierjährlichen Verdienststrukturerhebungen für das Jahr 2014 publiziert. Aus der Erhebung geht hervor, dass nur eine von drei Führungskräften in der EU eine Frau ist. Der deutsche Durchschnitt ist dabei deutlich geringer.

Trotz aller gesellschaftlichen und politischen Bemühungen wächst der Anteil an weiblichen Führungskräften in Deutschland kaum. Im gesamten Bundesgebiet liegt der Durchschnitt an Frauen in Führungspositionen bei etwa 22,5 Prozent. Merkbar sind die Unterscheide im Geschlecht auch bei Verdienstmöglichkeiten. So verdienen Frauen in Deutschland circa 26,8 Prozent weniger als Männer, wenn sie eine Führungsposition innehaben. Der Unterschied ergibt sich vorrangig aus der Unternehmensgröße, in denen Frauen eine führende Position einnehmen. Diese sind in der Regel kleiner als bei männlichen Führungskräften.

Ostdeutschland für Frauen vorteilhafter

In den neuen Bundesländern haben Frauen bessere Chancen Führungspositionen einzunehmen. Wobei der Anteil von etwas über 26 Prozent an Frauen in der Führungsrolle  releativ gering ist. Schlusslichter beim bundesweiten Vergleich sind Baden-Württemberg (20,2 Prozent) und Bremen (20,5 Prozent). Europäische Vorreiter sind in dieser Statistik Lettland (53 Prozent), Bulgarien und Polen (44 Prozent).

Infografik: Frauen in Führungspositionen: Osten liegt vorn | Statista


Fehlendes Diversity Management?

Unternehmen müssen sich klar darüber sein, dass Männer und Frauen eine gleichermaßen wertvolle Ressource auf dem Arbeitsmarkt sind. Doch die realen Bedingungen für beide Geschlechter sind noch nicht angeglichen. Während viele Frauen sich zwischen Karriere und Kind entscheiden müssen, sind viele Männer von ihren häuslichen Pflichten komplett befreit. Neben der privaten Situation ist das traditionelle Rollenbild in vielen Unternehmenskulturen noch stark verankert.

Weibliche Potenziale stärker nutzen

Doch welche Faktoren müssen sich ändern, um den Anteil der Frauen zu erhöhen? Allein durch die Anpassung der politischen Rahmenbedingungen werden nicht deutlich mehr Frauen die Führungsrolle übernehmen. Im Gegenteil. Die Überzeugung für die Notwendigkeit muss von innen heraus erfolgen. Nur so kann eine dauerhafte Veränderung bewirkt werden. Die Identität eines Arbeitgebers und der Attraktivitätsfaktoren wie flexible Arbeitszeiten, Belegplätze in Kindergärten oder die Bereitstellung von Services rund um die Kinderbetreuung schaffen Chancengleichheit zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern.

Für Arbeitgeber ist es von zukunftsweisender Bedeutung die Chancengleichheit im Unternehmen aktiv zu verbessern. So lässt sich ein positives und weltoffenes Image gegenüber den verschiedenen Zielgruppen kommunizieren.

Das Diversity Management genießt im Employer Branding eine besondere Rolle. Wird es offen gegenüber allen relevanten Zielgruppen kommuniziert, führt es zu einem erhöhten Aufkommen an Bewerbern und sorgt für eine bessere Qualität. Unternehmen, die eine soziale Verantwortung übernehmen, steigern langfristig ihre öffentliche Wahrnehmung.

 Weiterlesen: Wie geht Diversity Management? Interview mit Clarissa-Diana Wilke


Autor: Claudia Wiehler
Quellen: wuv.deec.europa.eu
Foto: Tim Reckmann/ pixelio.de


 

 

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